Online Sportwetten-Monopol wird abgeschafft, ABER…

sportwetten monopol in deutschland …die geplante Umsetzung hat, welch` eine Überraschung, mal wieder mehr Ungereimtheiten als man selbst als von der deutschen Politik völlig desillusionierter Bürger erwarten konnte. Hier die Eckdaten des neuen Sportwettengesetzes:

1) Es werden 7 private Lizenzen an die Wettanbieter vergeben (sprich “verkauft”), somit wird aus dem Monopol ein Oligopol, “ganz tolle” Verbesserung !

2) Livewetten sind “böse” und werden nicht angeboten, außer auf das Endergebnis; klar, lässt sich ja auch ganz leicht manipulieren, wer das nächste Tor schiesst…

3) festhalten jetzt: die “Konzessionsabgabe” beträgt 16 2/3% vom WETTEINSATZ !!! – da fällt mir kein bissiger Kommentar zu ein, da ist nur noch Sprachlosigkeit…

Naja, was sollte man schon erwarten, wenn sich 15* von der Materie völlig ahnungslose Politiker zusammensetzen und ausbrüten, wie man weiterhin mit Hilfe der Einnahmen aus dem Glücksspiel den Weihnachtsmann spielen kann um experimentelle Tanztheater und Hilfsworkshops für überforderte Mütter unter 20 mit 3 oder mehr Kindern zu fördern…

Von 10 Euro Wetteinsatz fließen also 1.67€ an den Staat; ein sehr “stattlicher” Anteil, wenn man bedenkt, daß Bwin.de, Intertops, Betathome.de, Ladbrokes & Co. an jeder 10€-Wette nur 50 bis 90 Cent als Buchmacher-Marge einbehalten. Wie soll das also gehen ?

Uns fällt da spontan nur eine Lösung ein: Die Wettanbieter müssen ihre Quoten auf das lächerliche Niveau von Oddset herabsetzen. Folge davon wird (wie aktuell eh) sein, daß sich alle Sportwetter mit selbst einem minimalsten Talent zur Kopfrechnung von diesen Anbietern abwenden und ihre Sportwetten weiterhin bei Bookies im Ausland abgeben.

Es ist wirklich faszinierend; als erwachsener und eigentlich mündiger Bürger in Deutschland darf man sich bei McD zu Tode fressen, bei LIDL harten Schnaps bis zum Umkippen kaufen, 2 Stangen Pall Mall am Tag rauchen, aber was man NICHT selber entscheiden darf ist, ob man seine 10€-Sportwette auf den glorreichen Sieg der Hertha beim VfL Bochum (nur ein Beispiel) nun bei Wettanbieter X aus Malta oder Buchmacher Y aus England platziert…

Wählen darf jeder Vollidiot, solange er 18 Jahre alt ist – Kinder kriegen kann jeder Analphabet ebenfalls in jeder beliebigen Anzahl, völlig gleichgültig, ob man es sich leisten kann oder überhaupt seine Gene weitergeben sollte – aber eine 5€-Wette auf Schalke gegen Inter Mailand – die muß natürlich von Vater Staat überwacht (und extra bezahlt – Stichwort “Konzessionsabgabe“) werden…

* “Es gibt doch aber 16 Bundesländer“, denken Sie jetzt..? Stimmt, die gibt es natürlich, allerdings scheint Peter-Harry Carstensen (CDU) als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein in Sachen Pragmatismus seinen 15 Kollegen um Lichtjahre voraus zu sein, denn er enthielt sich der Stimme und denkt über einen Alleingang des nördlichsten Bundeslandes nach, mit einer Besteuerung der privaten Wettanbieter, die den Firmen auch eine reelle Chance lässt im Konkurrenzkampf gegen Buchmacher und Wettbüros, die in Deutschland keine Lizenz beantragen werden.

Glückwünsche an Herrn Carstensen, verbunden mit der Hoffnung, daß Schleswig-Holstein sich nicht doch noch von den anderen 15 Bundesländern “herumschubsen” lässt, haben wir bereits versandt. Wer das ebenfalls tun möchte, hier kann man dies tun: http://www.peter-harry.de/CDU_PHC/Seiten/KONTAKT-

Kippt Schleswig-Holstein das Online Sportwetten Verbot ?

Frohe Kunde kommt für alle Anhänger der gepflegten Online Sportwette aus Schleswig-Holstein, denn dort will dem Vernehmen nach die neue CDU-FDP Regierung unter Ministerpräsident Harry Carstensen aus dem seit 01. Januar 2008 gültigen Glücksspiel-Staatsvertrag aussteigen und somit den Weg auch für private Online Wettbüros und die Wiedereinführung der Onlineabgabe von 6 aus 49 Lottoscheinen freimachen.

Hauptgrund dürfte wahrscheinlich weniger die Überzeugung sein, daß erwachsene Menschen selber am besten wissen ob sie Wetten platzieren können, sollten oder dürfen als vielmehr die durch das Monopol ausgelösten stetig sinkenden Einnahmen aus Lotto, Oddset und Co. ! Naja, das “Warum ?” ist hier viel weniger von Interesse als das “Wie ?”, denn einige Fragen stellen sich mehr oder weniger automatisch:

  • Wird es ein Lizensierungsmodell geben ? Und wenn “Ja”, gilt es dann nur in Schleswig-Holstein ?
  • Werden andere Bundesländer nachziehen, wie es einige SWH-Politiker schon durchblicken ließen ?
  • Werden private Anbieter wie Oddset besteuert und bewerben sie sich bei den in Deutschland üblichen, völlig überzogenen Steuerforderungen dann überhaupt um eine Lizenz ?

Es bleibt spannend um dieses Thema, denn grade erst gab es in anderen Teilen Deutschlands schon wieder völlig gegensätzliche Gerichtsentscheidungen, einige Richter haben arge Bedenken an der Rechtmäßigkeit des staatlichen Monopols auf Wetten, Lotto, Oddset & Co., andere bekräftigen es… – Absurdistan par excellence !-

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